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Geschichte und Politik von Costa Rica

Der Urspung aller Bevölkerung auf dem amerikanischem Kontinent- bis hin nach Südamerika- liegt in Asien.

Berichten über die Urbewohner von Costa Rica zufolge, haben diese etwa 3000 Jahre v. C. mit der Kultivierung von Land begonnen. Es war aber eine extrem geringe Bevölkerungsdichte. Schätzungsweise haben bei der Ankunft der Spanier im 16. Jhdt. nur etwa 100.000 Menschen in dem heutigen Costa Rica gelebt.

Wie so viele andere Länder in der Region, wurde auch Costa Rica von Christoph Kolumbus als erstem Europäer betreten. Das war im Jahre 1502 und zwar auf der Insel Uvita, eine vor dem heutigen Puerto Limón gelegene Insel.

Die ersten Erkundungen der Küstenregion und des Inlands fanden aber erst 1510 statt. Zwischen 1519 und 1523 wurde dann der Großteil des heutigen Costa Ricas von den Spaniern erobert. Die von Kolumbus vorgenommene Namensgebung Costa Rica war eine reine Wunschvorstellung. Das Land ist arm an Rohstoffen und Edelmetallen. Ab 1560 wurde Costa Rica systematisch kolonisiert, spanische Konquistadoren gründeten Cartago, das bis 1823 die Hauptstadt von Costa Rica war. Im 17. Jhdt. festigten die Spanier ihre Herrschaft über Costa Rica, das jedoch wegen seiner Rohstoffarmut und unbedeutenden strategischen Lage eine nachrangige und unterentwickelte Kolonie blieb.

1821 erhielt Costa Rica die Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Costa Rica hat eine der friedlichsten Geschichte von Mittelamerika und das spürt man auch heute noch. Seit dem 19. Jahrhundert gab es dort nur zwei kurze Gewaltperioden, die aber von den Demokratiebestrebungen wirkungsvoll bekämpft wurden.

Präsident José Figueres Ferrer ließ am 8. Mai 1949 die Armee per Verfassung abschaffen. Grenzschutzaufgaben hat die Polizei übernommen, allerdings existiert eine Sicherheitsgarde mit einer Stärke von rund 9000 Mannschaften. 1983 verkündete Präsident Luis Alberto Monge angesichts der Verschärfung der Bürgerkriege in Zentralamerika die dauernde, aktive und unbewaffnete Neutralität des Landes. Der damalige Präsident Óscar Arias Sánchez erhielt 1987 für sein Engagement für die friedliche Beilegung von Konflikten in Mittelamerika den Friedensnobelpreis.

Oscar Arias wurde 2006 wieder zum Präsidenten gewählt und lenkt heute geschickt die Zukunft von Costa Rica, das auch als die „Schweiz Mittelamerikas“ bezeichnet wird. Und das nicht nur wegen der bergigen Landschaft, sondern auch wegen des Wohlstands und der Neutralität, die sich durch das Fehlen der Armee ausdrückt.

 

 

Wahlen Februar 2010

Am 7. Februar 2010 haben in Costa Rica die Präsidentschafts- und Abgeordnetenwahlen stattgefunden. Ein sehr klares Ergebnis lässt keinen Raum für Streitereien oder polarisierung, wie sie ja leider in anderen Ländern der Region vorherrscht. 

 

Laura Chinchilla wird als erste Faru den Job als Präsidentin von Costa Rica übernehmen. Sie wird Nachfolgerin von Oscar Arias und hat die Wahl mit einer überragenden Mehrheit (mehr als 20% Abstand zum nächsten Mitstreiter) gewonnen. Damit hat in Costa Rica wieder einmal die Demokratie gewonnen. Die Wahlen liefen friedlich und ohne Probleme ab. Noch am frühen Sonntagabend standen die Ergebnisse fest und wurden von allen teilnehmenden Parteien sofort akzeptiert. 

Die Übergabe der Macht findet am 08.05.2010 statt.

 

 

Erneuerbare Energien

Costa Rica ist kein Erdölproduzierendes Land, wie andere in der süd- und mittelamerikanischen Hemisphäre. Achtundneunzig Prozent der Stromerzeugung entfallen auf Wasser, Wind- und Erdwärme. 

Der Tourismus in Costa Rica ist einer der Gründe, warum die Regierung schon früh auf erneuerbare Energien gesetzt hat. Das hat sich im Laufe der Jahre bezahlt gemacht, so muss Costa Rica keine Brennstoffe zur Elektrizitätserzeugung importieren. Der Rückgrad der Stromversorgung bildet die Wasserkraft mit über 80%, gefolgt von Erdwärme.

Ochsenkarren in Costa Rica
der typische Ochsenkarren aus dem vorigen Jahrhundert
Orchideen in Costa Rica
Orchideen- schon immer in Costa Rica
Regenwald in Costa Rica
Regenwald- typisch für Costa Rica
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